Sonntag, 7. Dezember 2014

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt...nicht.


Naja, außer man zählt das erbärmliche Teelicht, dass in  einem rotem Glas auf unserem Küchentisch als Adventskerze dienen soll...ein echter Adventskranz wäre hier zu teuer und überhaupt hapert es einfach am mangelnden Angebot. Das selbe gilt für die Tannenbäume, die alle zu 100% aus Plastik sind und ganz praktisch zum zusammenstecken. Da hieß es dann in meiner Arbeitstelle: Maya, würdest du bitte helfen den Tannenbaum aufzufalten? (Die Äste sind aus Draht). Für so einen Tannenbaum zahlt man übrigens je nach Größe um die 50-200 €. Da sind mir die echten doch lieber. Trotzdem sieht das Endergebnis nicht schlecht aus, wenn auch ein bisschen kitschig.

Dennoch will sich die Weihnachtsstimmung einfach nicht so richtig einstellen. Vielleicht liegt es daran, dass es hier am 2. Advent um die 20 Grad ist und ich gestern noch schön im Meer schwimmen war? Ich glaube bei dem strahlenden Sonnenschein bin ich sogar etwas braun geworden. Nein, mit Weihnachtsstimmung ist es hier wirklich nicht so.






Heute haben wir außerdem mit meiner Patin Frau Besi einen Ausflug gemacht, sie wohnt etwas außerhalb von Athen in einem sehr schönem Haus.




LG Maya

Sonntag, 30. November 2014

Altes Stadion von Athen

Hallo :)

Wir haben letztens das alte Stadion in Athen besucht, hier sind ein paar Bilder:


Im Hintergrund sieht man die Akropolis. 


Freitag, 14. November 2014

Akropolismuseum, Athen bei Nacht (Woche 9)


,,Afto iene to spietie mu''

,,Das ist mein Zuhause''

Diesen schönen Satz habe ich letztens im Ikea mit Beate zusammen gelesen. Es war eines unserer ersten Erfolgserlebnisse in Sachen Griechisch lernen bzw. lesen und wir waren sehr stolz ;) .
Außerdem passt der Satz, denn unsere kleine bunte Wohnung in Pagrati ist mit der Zeit zu unserem Zuhause geworden, doch natürlich hab ich euch alle in Erftstadt auch nicht vergessen! (Viele Grüße Mama, ich komm euch ja bald besuchen, keine Sorge! )

Aber es stimmt, ich habe mich eingelebt, an das hektische Großstadttreiben gewöhnt und kann einfache Unterhaltungen auf Griechisch führen. Fortschritt.

Außerdem haben wir endlich das Akropolismuseeum angesehen und Selfies in der Spiegelschreibe gemacht. Das Museum war natürlich auch interessant.


Außerdem sind wir den Lykavitos hochgestiegen und haben einen wunderschönen Sonnenuntergang miterlebt. Man sah wie die Stadt zu leuchten begann...




LG Maya

Sonntag, 2. November 2014

Parade zum Ochitag

So, nun hab ich mal wieder Zeit zum schreiben...

So langsam wird das neue hier zum Alltag und es fühlt sich nicht mehr so außergewöhnlich an, in Griechenland zu sein. Es wird eben ,,normal''.

Am 28. 10 feiern die Griechen den Ochi-Tag (Ochi=Nein) , an dem sie Mussolins Ultimatum vom 28. Oktober 1940 zur Besetzung Griechenlands, abgelehnt haben. Dies hatte Griechenlands Kriegseintritt und den Beginn des Griechisch-Italienischen Kriegs zur Folge.
Wir haben uns die Schülerparade angesehen, die auf der abgesperrten Straße vor dem Syntagmaplatz begann.




Montag, 6. Oktober 2014

Akropolis und sonstiges

Hallo ;)

Ich habe am Samstag dem deutschen Botschafter Peter Schoof und seiner Frau die Hand geschüttelt, als wir in seiner Residenz mit ca. 300 anderen, superschicken Leuten zum Tag der Deutschen Einheit zum Empfang eingeladen waren. Es gab im Garten Büfett, jede Menge Wein und die Deutsche Nationalhymne. Wir wurden wegen unseres Projekts ElanDe (den Deutsch/Griechischen Freiwilligenaustausch) eingeladen und haben dort einige Mitglieder aus unserer deutschen Gemeinde in Athen getroffen. Außerdem liefen viele Offiziere mit Hut und weißer Uniform mit Namensschild herum, ein Kamerateam und noch ein paar griechische Politiker.

Dann waren wir gestern auf der Akropolis.
Hier sind ein paar Bilder:













Dienstag, 30. September 2014

Woche 2 über das Leben in der Großstadt, meine Wohnung, meine Einsatzstelle und das griechische Bildungssystem

Hallo :)

Nun habe ich schon eine Woche in meiner Einsatzstelle gearbeitet und bin schon zwei Wochen hier. Ich gewöhne mich an das Großstadtleben, denn wenn man von Erftstadt kommt, ist das gar nicht so einfach mit den ganzen Metros, Bussen, Trams und Trollis.
Man muss sich daran gewöhnen, dass die Busse mal kommen und mal nicht, man stellt sich an die Haltestelle und hofft, dass einer vorbeikommt. Wenn z.B. die Metro streikt, oder es irgendwo eine Demo gibt, kann man froh sein, dass man nach Hause kommt, denn dann geht nichts mehr normal und alles ist überfüllt.
Manchmal lohnt es sich einfach ein Taxi zu nehmen, hab ich letzte Woche gemacht, als mal wieder kein Trolli vorbeikam. Sie sind hier ziemlich billig und es gibt sie massenweise.

Ich bin übrigens umgezogen und wohne jetzt in einer dreier WG, mit zwei anderen Mädchen in dem Stadtteil Pagrati von Athen. Hier ist es etwas ruhiger als im Gemeindezentrum in der Sina, wo der Rest von uns Deutschen wohnt.
Die Wohnung ist sehr schön, unsere Zimmer sind alle in verschiedenen Farben bemalt, meins ist hellgrün, das andere grünlila und das letzte rot. Der Flur ist Gelb ;) .
Wir haben einen kleinen Balkon und eine Einkaufsstraße gleich um die Ecke.

Leider muss ich zu meiner Einsatzstelle, das Demitrio After School House (DASH), eine Stunde mit dem Trolli und Bus fahren. Das DASH liegt in Moshato, in der Nähe vom Hafen Pagrati, also relativ nahe am Meer. Es ist ein Haus, wo die Kinder nach der Vormittagsschule ca. um 14 Uhr hingehen, ihre Hausaufgaben machen und ein warmes Mittagessen bekommen. Außerdem spielen sie dort, draußen auf dem Hof und drinnen und bekommen außerdem Kekse zur Kaffeezeit. Es gibt auch noch Programm, wie z.B. Basteln oder Musik machen, aber das hat aus irgendwelchen Gründen noch nicht angefangen.
Die Kinder sind alle griechisch und im Alter von 6-12, also bis zur 6. Klasse und kommen aus meist finanziell schwierigen Familien. Manche verdienen weniger als 2000 Euro im Jahr. Das DASH bietet diese Betreuung für wenig Geld an.

Es ist nämlich so, dass das griechische Bildungssystem katastrophal ist. Die Kinder lernen anscheinend am Vormittag nicht genug, um ihren Abschluss zu schaffen und müssen deswegen den ganzen Tag Nachhilfe bei privaten Nachhifeschulen nehmen, die natürlich alle Geld kosten. Manche Lehrer geben am Vormittag Unterricht und müssen sich ja auch nicht groß bemühen, wenn sie am Nachmittag die Kinder für mehr Geld unterrichten können. Es geht sogar so weit, dass die Kinder gar nicht mehr zur normalen Schule gehen, da sie sonst den Stoff für die Nachhilfeschule nicht mehr schaffen würden! Da bleibt nicht viel Zeit für Hobbys, kaum ein Kind spielt ein Instrument, geht zum Reiten oder macht im Verein Sport. Eine Betreuerin meinte, als ich ihr von Deutschland erzählte: ''And in Greece they have to study all day.'' (Und in Griechenland müssen sie den ganzen Tag lernen.) Es ist traurig und man kann nur auf eine Verbesserung hoffen.

Mich haben sie jedenfalls bei meiner Einsatzstelle gut aufgenommen, auch wenn ich noch nicht so viel zu tun habe. Ich helfe beim Mittagessen und bei den Englischhausaufgaben und spiele mit den Kindern, das funktioniert auch ohne Sprache gut. Die meisten Betreuer können halbwegs Englisch, wobei es da auch große Unterschiede gibt, denn Englisch wird nicht wie in Deutschland auf jeder Schule bis in die höheren Klassen angeboten, sondern nur in der ''Grundschule'' und sonst auf Privatschulen.

Bis zum nächsten Mal, LG Maya





Montag, 15. September 2014

Aussicht von unserer Terrasse

Die Aussicht von unserer Terrasse 


Erste Eindrücke - Montag

Hallo :)

Heute war also unser offizieller erster Seminartag. Diese Woche haben wir Seminar, das heißt Vormittags 2 Stunden Sprachkurs mit Jannis, unserem netten Griechischlehrer, und am Nachmittag ein Treffen mit Birgit, unserer Betreuerin in Griechenland, wo über unsere Erfahrungen, Probleme etc. gesprochen wird.

Heute war unserer erster Griechischkurs und ich muss sagen, es ist wie in der ersten Klasse! Es wird zusammen das Alphabet geübt, es zu schreiben, auszusprechen, lesen. Die erste Herausforderung war, den eigenen Namen zu schreiben! (Was bei anderen Schriftzeichen gar nicht so einfach ist!). Ich schätze, dass ich bald lesen kann, auch wenn ich dann noch nicht weiß, was es bedeuten soll.

Die anderen steigen gerade den Berg hinter unserer Wohnung hinauf, er ist bei Nacht sehr schön angeleuchtet.



Liebe Grüße, Maya


Endlich angekommen!

Endlich angekommen!

So liebe Leute, ich wohne nun offiziell für ein Jahr mitten in Athen! Ich kann es noch gar nicht richtig fassen!

Unseren Flug nach Athen habe ich mit Miriam, einer Mitfreiwilligen, bewältigt. Er war sehr aufregend, denn nach der halbstündigen Verspätung hatten wir außerdem ein Gewitter, dass wie umfliegen mussten. Es wurde langsam dunkel, da es schon spät war und plötzlich sahen wir die Stadt Athen hell erleuchtet unter uns! Der Anblick wart echt der Wahnsinn!

Nach der Landung sind wir mit einem klapprigen Bus zum Syndagmaplatz gefahren und von dort aus mit dem Taxi zu der Deutschen Auslandsgemeinde in Athen, wo wir diese Woche noch in Zweierzimmer währen unseres Seminar wohnen. Nächste Woche ziehen wir in unsere endgültigen Wohnungen um.

Gestern morgen gab es einen kleinen Gottesdienst mit anschließendem Grillen im Garten und am Nachmittag hat uns Dominik, der Sohn vom Pfarrer, der auch bei uns mitmacht, in Athen herumgeführt. Es gab Reiche Hotels, das Universitätsgebäude, viele kleine Läden und jede Menge Taxen zu sehen!  Ich mag Athen sehr, auch wenn hier sehr viel los ist und man als (blonde) Deutsche immer angestarrt wird.

Wir waren mit dem Bus noch am Meer abends und ich habe im Erdgeschoss des Gebäudes ein Klavier entdeckt ;)

So, dass war es erstmal für heute, mehr kommt bald!
LG Maya

Donnerstag, 10. Juli 2014

Warum Griechenland?

Viele fragen mich: ,,Und warum möchtest du nach Griechenland?''

Dazu gibt es mehrere Gründe.
Mir war klar, dass ich nach dem Abitur nicht direkt studieren oder eine Ausbildung machen, sondern lieber einmal die Welt erfahren, etwas neues sehen und mich selber herausfordern wollte. Dass man durch ein Diakonisches Jahr anderen in sozialen Bereichen helfen kann und die Möglichkeit hat, ein fremdes Land kennen zu lernen, ist toll.
Studieren kann man später immer noch, dachte ich mir. Nach Griechenland komme ich nur jetzt.
Und so wage ich das Abenteuer...

Speziell an Griechenland mag ich übrigens die antike Kultur mit den alten Bauwerken und die deutlich entspanntere Lebensweise. Einige fragen mich, ob ich Bedenken habe, da die Griechen ja im Moment ,,nicht so gut auf die Deutschen zu sprechen sind''. Natürlich muss man als Deutscher aufpassen, was man, besonders zur wirtschaftlichen Situation, sagt, aber viele Ehemalige aus Griechenland berichten nur positives und bei meinem Besuch auf der Insel Samos habe ich auch nur freundliche Neugier erlebt.

Also, am 13. September 2014 geht es los, ich freue mich schon sehr! Wenn ihr schon Erfahrungen in Griechenland habt, dann schreibt doch gerne ein Kommentar ;)

Viele Grüße, Maya.

Sonntag, 15. Juni 2014

Was ist ein Diakonisches Jahr in Griechenland? Wann geht es los?

In diesem Post möchte ich beantworten, was ein Diakonisches Jahr in Griechenland ist und was auf mich zukommt.

Durch Organisationen wie z.B. die Evangelischen Jugendfreiwilligendienste oder Weltwärts bekommen junge Menschen die Möglichkeit, ein Jahr in einem anderen Land zu verbringen und dort soziale Tätigkeiten auszuführen, wie z.B. in einem Altenheim, einer Gemeinde oder in einem Kindergarten zu helfen. Ich werde in einer Nachmittagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter helfen.

Dazu muss man sich frühzeitig bewerben (ca. ein Jahr vorher oder früher), ich z.B. habe eine Bewerbungsmappe an die Evangelischen Jugendfreiwilligendienste geschickt. Meistens gibt es vorher noch ein Seminar, wo man Informationen bekommt und entscheiden kann, ob das DJiA das Richtige für einen ist. Außerdem durfte ich einen Länderwunsch angeben.

Wird man angenommen, wird man zu verschiedenen Vorbereitungsseminaren eingeladen, wo auch ein Bewerbungsgespräch stattfinden wird, dass aber nicht so schlimm ist, wie es sich anhört! Dort habe ich auch die netten anderen Freiwilligen getroffen, die mit mir nach Griechenland reisen.
Und dann geht es los in das jeweilige Land...bei mir für 10 Monate nach GRIECHENLAND.  :)

Nach dem letzten Vorbereitungsseminar in Erfurt werde ich  am Samstag, den 13. September 2014 mit der Miriam, auch einer Freiwilligen, zusammen endlich nach Griechenland fliegen! Wir hoffen, dass wir gut ankommen werden. ;)


Montag, 2. Juni 2014

Es geht los...

Hallo :)
Wilkommen auf meinem Blog, wo ich über mein Diakonisches Jahr in Griechenland berichten werde.